Krah-Krah-KRAH

Ihr wisst ja wie das so ist wenn sich Gäste ankündigen. Der Fussboden wird per Hand geschrubbt, die Vorhänge gewaschen und die Schränke von innen geputzt. Kurzum, all das wird gemacht, was man wichtig findet, aber nie schafft.

Eines Tages war es mal wieder soweit. Gäste kündigten sich an.

Ich schmiss die Putz-Maschinerie an… (~)

Nach gründlicher Entstaubung, Fensterwäscherei, geordneter Rekoordination aller Gegenstände in der Wohnung und dem Bezug der flaumenweichen Bettwäsche für die Gäste (an dieser Stelle ein Gruß und Kuss an Familie Hopeman) stand ich in der Küche und kochte.

Zur gründlichen Entlüftung standen alle Fenster sperrangelweit offen. Die Balkontür auch.

Ein Krah-Krah-Krah riss mich aus der Koch-Lethargie…

Ich stürmte in meiner Kochtopf-Montur in das Gästezimmer und traute meinen Augen nicht… der Inspektor der Vogelpopulations-Kontrolle der Stadt Hamburg hatte mir gerade durch die offene Balkontür eine lebendige Rabenkrähe gebracht, die nun fuchsteufelwild auf der Gardinenstange hockte.

Krah-Krah-Krah… Und pups-plopp-klatsch…

… dahin war die daunenweiche Sonderbettwäsche-Edition für den anspruchsvollen Gast. Wie wir alle wissen, gehören alle Vögel der Grundspezies (lat.) avis cacatoria maxima an. Und für den der noch nicht wusste: sie gehören auch der Untergattung der Singvögel (!!!!) an…

KRAH-KRAH-KRAH….

„WAS… Ich?“ – Ja Du!!! image

Das alles war erst der Beginn des Problems. Wenn Katzen auf Jagd sind, dann sollte man nicht zwischen sie und die Beute kommen. Milú war definitiv auf Jagd.

In diesem Fall war die Beute aber eher ein Widersacher und ca. einen halben Meter lang. Mir ist schleierhaft wie er das Viech gefangen und dann auch noch ohne Aufstand in die Wohnung hat schleppen können.

Da standen wir also, rasiermesserscharfe Krallen und Schnäbel wurden gewetzt.

Um ein Blutbad zu vermeiden musste eingegriffen werden. Bewaffnet mit einem Handtuch und Kamikaze-Mut griff ich nach der um-sich-hackenden Kreatur und fiel dabei fast über Milú, der auch noch ein Wörtchen mitreden wollte.

Nach einem Handgemenge und fliegenden Fetzen war die Krähe ins Handtuch verfrachtet, das Fenster aufgemacht und nach einem Schubs entschwand der Aasfresser unter lautstarkem Gekreische in den Sonnenuntergang.

Zurück blieben Milú, ich, Federn und eine Menge Vogelpoohpoo. Und Arbeit: die Gäste waren immernoch im Anmarsch.

Moral: Filz deine Katze bevor sie rein kommt.

M3LA

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2 Gedanken zu “Krah-Krah-KRAH

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