WATTEBAUSCH UND FUSSELHAUFEN

Die lieben Kosenamen. Gemäß einem Artikel der Wirtschaftswoche (!!!! ja genau, auch ich musste zweimal hinschauen) mag Deutschland es klassisch. 41 Prozent der Frauen und 35 Prozent der Männer greifen zum altbewährten Schatz oder Schatzi in der Beziehung.

Aber! Eine völlig unpräsentative Umfrage in meinem Freundeskreis – viele sind keine Deutsche – ergab, dass Kosenamen wie „Mein kleiner Hühnerbrocken„, „Spinattäschchen“, „Toto“ und „Kleiner runder Pfirsich“ mehr die Regel als Ausnahme sind.

Wilde Namen erhält natürlich auch das geliebte Haustier.

Bei uns im Haus ist der beste Ehemann von allen der kreative Kosenamen-Weltmeister. Je nach Vorkommnissen wird unser geliebtes Hausmonster Milú mindestens einmal wöchentlich umbenannt.
Hier eine kleine Kostprobe kreativer Wortfindung:

Wattemann, Fusselhaufen, psychotischer Vögelmörder, Firefox …

image

Firefox in Action

Meine Kosenamen hingegen ändern sich selten und beinhalten Silbendoppelungen, wie „Scheteschoto“, „Petetoto“ und „Tototete“.

Die anschließende Recherche zur Psycholinguistik und den interessanten Theorien hinsichtlich neuronaler Korrelaten, also nach den Gehirnaktivitäten, die mit einzelnen sprachlichen Prozessen einhergehen, war nicht sehr aufschlussreich.
Kurz gesagt: Kosenamen sind Ergebnis von Erziehung, Kultur und unergründlichen Gehirnwindungen.

An alle Schatzis, Hasis, Schnuffels, Wattemänner und Hühnerbrocken: akzeptiert voller Wonne den wohl ehrlichsten und voller Empfindung triefenden Ausdruck der Zuneigung.

M3LA

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2 Gedanken zu “WATTEBAUSCH UND FUSSELHAUFEN

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